Increschantüna
Trio Greifer plus Michael Büttler
Werke für Zither und Posaune
Stockhausen/Lukas Langlotz
Aus Tierkreis: Skorpion
Lukas Langlotz
Posaunenbüchlein - vier Konzertetüden für Posaune (2022/23)
Melodie - Duett - Tupfer - Rasch
Stockhausen/Lukas Langlotz
Lukas Langlotz (2023)
Recycling - Quartett für Posaune, Diskant-, Alt- und Basszither (2023)
Stockhausen/Lukas Langlotz
Aus Tierkreis: Schütze (2023)
Stockhausen/Helena Winkelman
Aus Tierkreis: Fisch (2023)
Helena Winkelman
Mycelien für Posaune (Tenor und Alt) und 3 Zithern (2023)
Stockhausen/Helena Winkelman
Aus Tierkreis: Jungfrau (2023)
--- PAUSE---
Stockhausen/Tobias Krebs
Aus Tierkreis: Zwilling (2023)
Tobias Krebs
Increschantüna für Tenorposaune und 3 Zithern (2023)
Stockhausen/Tobias Krebs
Aus Tierkreis: Krebs (2023)
Stockhausen/Martin Jaggi
Aus Tierkreis: Steinbock (2023)
Martin Jaggi
Pfeiler für Posaune solo (2023)
Platten für 3 mikrotonal gestimmte Zithern (2023)
Gefäss für Posaune und 3 mikrotonal gestimmte Zithern (2023)
Stockhausen/Martin Jaggi
Aus Tierkreis: Skorpion (2023)
Das Programm kann je nach Konzertsitation gekürzt werden. Es ist auch denkbar, Teile des Programms in Kombination mit Werken aus dem Repertoire vom Trio Greifer zu buchen und aufzuführen.
Neue Kammermusik – filigran, stimmungsvoll, aussagekräftig - bewusst für kleine, intime Räume und eine eingespielte Besetzung komponiert.
Mit diesem Projekt realisieren die Interpreten einen lang gehegten Wunsch abseits des im Musikbusiness oft nötigen und üblichen schnellen Funktionierens. Alle KomponistInnen, die auf dem «Wunschzettel» der Interpreten standen, haben begeistert als Partner zugesagt. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Interpreten ist ein wichtiges Markenzeichen dieser Produktion.
Zithern und Posaune!?!?! Eine kurze "Erklärung":
Meist ruft die Besetzung Posaune mit Saiteninstrumenten Skepsis, Lächeln und Verwunderung hervor. In der Tat hat diese Besetzung aber gerade in unserem Kulturkreis eine lange Tradition. Man denke nur an die wunderbare Musik von Darius Castello und seinen Zeitgenossen.
Da die Posaune das erste Blechblasinstrument war, das chromatisch spielen konnte war sie eines der Haupt-Melodieinstrumente in Renaissance und Frühbarock.
Seit der Klassik wird die Posaune zunehmend in die hinteren Reihen des Orchesters verbannt und spielt eine eher marginale Bedeutung. Die Instrumente werden grösser, die Bauweise eher für ein lautes Spiel, bei dem alte Töne gleich klingen, entwickelt. Auch die moderne Ausbildung zielt in diese Richtung. Das feine nuancenreiche, sprechende Imitieren der menschlichen Stimme tritt in den Hintergrund - geht mehr und mehr verloren.
Dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen und an eine alte Tradition anzuknüpfen, ist Teil des Projekts.
Der Zither erging es in einigen Punkten im Übrigen nicht unähnlich. In früheren Epochen war eine grosse Diversität von Zupfinstrumenten fester Bestandteil gemischter Kleinbesetzungen. Heute muss sich die Zither bzw. deren Spieler erst wieder einen Platz abseits der Folklore im seriösen Konzertleben erkämpfen.
An diesem Punkt der Geschichte begegneten sich Mitglieder des Trio Greifers und Michael Büttler beim gemeinsamen Projekt «Orson Wells’ Schatten – Der dritte Mann».
Diese Begegnung erwies sich als Glücksfall.
Beide, Michael Büttler und die "Greifers" sind neugierig, innovativ und lieben massgeschneiderte, eigenständige Projekte - obwohl sogenannte Spezialisten für neue Musik, schätzen sie die Tradition.
Nicht das «Rad zurückdrehen», sondern ein Weiterführen einer etwas in Vergessenheit geratener Kultur ist zentral.
Die Auswahl der KomponistInnen ist sorgsam geschehen und der kreative Entstehungsprozess der Werke und auch des gesamten Programmes basiert auf eine enge Zusammenarbeit, so dass getrost von einem Gemeinschafts-Projekt gesprochen werden kann. Alle Instrumentalisten und Komponisten kennen und schätzen sich seit vielen Jahren, sind zusammen gereist und standen zusammen auf der Bühne.
Mit freundlicher Unterstüztung von
Schweizer Kulturstifung ProHelvetia
Fachausschuss Musik BS/BL
La Fondation NICATI-DE LUZE
IGNM Basel